Covid-19-Pandemie in Tadschikistan

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Screenshot Website UN Tajikistan
Screenshot Website UN Tajikistan

Während Deutschland ins Leben zurück findet und das Gesundheits­system nicht über seine Grenzen belastet wurde, werden Beschrän­kungen für Bürger und Unter­nehmen gelockert. Der funk­tio­nie­rende Sozial­staat federt die wirt­schaft­lichen Folgen der Pandemie ab. Dagegen verlagern sich die Epi­zentren in die armen Regionen der Welt: Süd­amerika, Afrika, Zentral­asien. Das Corona-Virus hat dort ver­hee­rende Aus­wir­kun­gen und führt zu Worst-Case-Szenarien, die hier­zu­lande besten­falls als Rand­notiz wahr­ge­nommen werden.

Als einer der weltweit letzten Staaten meldete Tadschi­kistan am 30. April 2020 die ersten Covid-19-Fälle. Zu diesem Zeit­punkt waren die Flug­häfen und Grenzen des Landes bereits seit Wochen geschlossen. 14-tägige Quaran­täne­maß­nahmen wurden aus­nahms­los für alle vorgeschrieben, die das Land noch erreichten, darunter viele heim­keh­rende Gast­arbeiter aus Russland, deren Ein­nahmen den Familien nun fehlen. Anzunehmen ist jedoch, dass die Pandemie das Land bereits weit früher erreichte – aber es fehlte der Nachweis, und bislang ist die Labor­kapazität mit nur ca. 250 Tests pro Tag (Stand: 20. Mai 2020) sehr gering, so dass die offiziellen Zahlen die Situation nicht annähernd wider­spiegeln.

Tadschikistan hat 9 Mio. Einwohner, aber kaum Beatmungs­möglich­keiten oder Intensiv­stationen. In den Kliniken ist die Situation bereits zwei Wochen nach dem Ausbruch katas­tro­phal: Fehlende Medi­ka­mente, Schutz­aus­rüstung und Medizin­technik lassen eine geordnete medizi­nische Ver­sorgung nicht mehr zu, dabei ist der Andrang auf die Klinken sehr groß. Es fehlt an Seife, Des­infek­tions­mittel und Sauer­stoff. Selbst wenn man inter­na­tio­nale Hilfs­gelder für den Einkauf von Medizin­technik nutzen wollte: Der Weltmarkt für Beat­mungs­geräte wurde von den Industrie­nationen auf absehbare Zeit leer gekauft. Durch Hamster­käufe gehen lokalen Apo­theken die Medi­ka­mente aus. Die Lebens­mittel­preise sind gestiegen. Die Erkrankung geht durch alle Schichten, es sterben viele junge Menschen, bedeutende Personen des öffent­lichen Lebens, Lehrer, Imame, Ärzte. Niemand ist sicher und ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Weltbank erwartet in Tadschikistan auf Basis der verfüg­baren Daten zwischen 72.000 und 230.500 schwere COVID-19-Infektionen, etwa 13.600 bis 43.500 kritische Infektionen, die eine Intensivpflege erfordern, und 6.600 bis 21.000 Todesfälle (siehe „Tajikistan Emergency Covid 19 Project“ vom 2. April 2020.

Für den 16. Mai 2020 war eine neue Operations-Mission von TajikAid geplant, die aufgrund der Pan­demie leider nicht statt­finden konnte. Dabei ist Hilfe nötiger denn je. Wir unter­stützen deshalb aus der Ferne aktuell einen Transport von Schutz­aus­rüstung nach Tadschikistan und helfen bei der Wieder­her­stellung mehrerer Sauer­stoff­anlagen in Kliniken, um die dringend nötige Sauer­stoff­pro­duktion zu sichern und zu erweitern.

Wir bitten Sie daher um Ihre Hilfe: Durch Ihre Spende für TajikAid können Schutz­ausrüstung, Seife, Des­infek­tions­mittel, Ersatzteile für Medizin­technik, Verbrauchs­material und vieles mehr beschafft werden, das Covid-19-Patienten und Ärzte in Tadschikistan dringend brauchen. Vielen Dank!

Die Vereinten Nationen (UN) berichten wöchentlich über die Entwicklung der Lage in Tadschikistan. Weitere Infos unter untj.org

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