Unsere aktive Arbeit

Projekte von TajikAid

Int. Kongress Avicenna 2017

Einer der Höhepunkte des Jahres 2017 war der internationale Wissenschafts-Kongress Ende November 2017 an der Medizinischen Universität Avicenna in Duschanbe zum Thema Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Rund 50 Experten aus Europa und Asien referierten auf Initiative von TajikAid vor wissbegierigen Studentinnen und Studenten und der interessierten Öffentlichkeit. Der interdisziplinäre Ansatz der Tagung umfasste sowohl medizinische Fragestellungen als auch Aspekte in der Sprachtherapie und Nachsorge. Neben deutschen, österreichischen und britischen Spezialisten traten Mediziner aus Afghanistan und Russland ans Rednerpult und berichten aus den Entwicklungen in ihrem Land. Das Ziel des zweitägigen Symposiums war die Hebung des medizinischen Niveaus in Tadschikistan, so dass die besondere medizinische Herausforderung Lippen-Kiefer-Gaumenspalte kompetent behandelt werden kann.

Den ersten Schritt, eine funktionierende HNO-Klinik auf gutem Niveau zu installieren, hat TajikAid nach acht Jahren Anstrengung erreicht. Ein weiteres Ziel von TajikAid ist, dass einheimische Mediziner sämtliche HNO-Erkrankungen auch ohne ausländische Hilfe behandeln können. Der Kongress ist ein weiterer Meilenstein, um dies zu realisieren.

Austausch beim Kongress Avicenna 2017
Austausch beim Kongress Avicenna 2017
Klinikumbau Karabolo 2016/2017

Das zentrale Projekt des Jahres 2016 war für TajikAid der Bau von zwei Operations­bereichen für die Fächer HNO und Augen­heil­kunde in der Univer­si­täts­klinik Karabolo in Duschanbe. Die Finan­zierung wurde durch den Verein HUMAN Plus (Nettetal), die Stiftung Bild hilft e.V. / „Ein Herz für Kinder“ (Hamburg) sowie die Stiftung „Sternstunden“ (München) ermöglicht. Die Transport­kosten aus Deutschland, u.a. für OP-Türen und eine Sauerstoffanlage, wurden von der gemeinnützigen Gesellschaft „Engagement Global“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bezuschusst. In Herkulesarbeit sind in Rekordzeit auf einer Etage der Uniklinik eine moderne, technisch und hygienisch einwandfreie OP für HNO mit einer zentralen Sauerstoffversorgung für 4.500 Operationen im Jahr einschließlich eines Intensiv- und Aufwachraums entstanden. Aufgrund der baugleichen Situation wurde das Projekt auch auf den darunter befindlichen Zentral-OP für Augenheilkunde ausgeweitet. Beide OP-Zentren befinden sich im Corpus 2 der Klinik, weshalb das Projekt den Titel „Karabolo Corpus 2“ trägt.

Klinikumbau Karabolo 2016
Klinikumbau Karabolo
Operationen in der Uniklinik Salzburg 2016

Die Universitätsklinik Salzburg hat durch Vermittlung von TajikAid um die Jahreswende 2016/17 sechs jungen Patienten mit schweren Missbildungen eine operative Versorgung ermöglicht. Die Kosten der aufwändigen Operationen und Nachbehandlungen sowie der gesamten Betreuung in Österreich wurden durch einen Fonds der Uniklinik Salzburg getragen. Die Deutsche Botschaft stellte die Visa für die Behandlung aus. TajikAid brachte die Kinder samt einer Betreuerin nach Salzburg. Dort wurden die Patienten über zwei Monate hinweg behandelt. Der leitende Arzt war Prof. Alexander Gaggl, Chefarzt der Kieferchirurgie in Salzburg. Die operierten tadschikischen Kinder wohnten nach der Entlassung aus der Klinik bis zur vollständigen Genesung in einer Patienten-WG der Stiftung Ronald McDonald’s. Die sechs jungen Menschen haben nun in ihrer Heimat Tadschikistan die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

OP Uniklinik Salzburg
Fresenius-Preis für TajikAid 2016

Im Oktober 2016 hat die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung an Dr. Martin Kamp für seine TajikAid-Initiative einen Anerkennungspreis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit verliehen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde im Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit in Berlin überreicht. „Der Preis würdigt den Aufbau der medizinischen Versorgung in Tadschikistan von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen, den sogenannten Lippen-Kiefer-Gaumenspalten“, sagte die Laudatorin Auma Obama, Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, im Beisein von Dr. Kamp. Das Merkmal der Nachhaltigkeit, so die Fresenius-Stiftung, wurde in besonderer Weise durch den Aufbau eines Behandlungszentrums an der Uniklinik der Hauptstadt Duschanbe erreicht.

Austausch mit Bundespräsident a.D. Horst Köhler
Austausch mit Bundespräsident a.D. Horst Köhler bei einer Anschluss-Besprechung im Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit im Oktober 2017
Masterkurs für Kieferorthopädie 2016

Das Ziel von TajikAid ist, in Tadschikistan eine gute HNO-Versorgung aus eigener Kraft sicherzustellen. Nach Aufbau und Inbetriebnahme des HNO-Zentrums geht es nun darum, die Strukturen durch Monitoring zu festigen und das Wissen zu vertiefen. Die Schulung des medizinischen Personals ist deshalb das A und O. Das kieferorthopädische Wissen steht dabei im Fokus. Hierum kümmert sich primär Dr. Gennadij Londa. Der Kieferorthopäde, Oralchirurg und Zahnarzt aus dem niedersächsischen Wittmund hat an der medizinischen Hochschule in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe einen Masterkurs im Fachbereich Kieferorthopädie aufgebaut. Die medizinische Fakultät gehört zur dortigen Staatlichen Avicenna-Universität. Im Mai 2016 wurde der dritte Teil dieses Lehrgangs durchgeführt. Die 18 Absolventen des ersten Kurses erhielten vom Universitäts-Rektor Ubaidullo Kurbanov und vom deutschen Botschafter Holger Green ihr Diplom.

Masterkurs für Kieferorthopädie
Masterkurs für Kieferorthopädie
OP-Einsatz in Karabolo 2016

Im Mai 2016 führte das TajikAid-Team zwei Operationseinsätze in der Klinik Karabolo durch. Dabei wurden über 80 Kinder im Bereich der Spaltchirurgie sowie 50 Patienten im Bereich der HNO-Heilkunde operativ versorgt. Diese Einsätze wurden durch Spenden ermöglicht. Auch der Lions Club Würzburg brachte sich ein. Leiter des ersten Einsatzes war Prof. Christian Michel, Kieferchirurg aus Würzburg. Den zweiten Einsatz leitete Prof. Alexander Gaggl, Chefarzt der Kieferchirurgie in Salzburg. Beide Mediziner sind seit vielen Jahren im Projekt TajikAid engagiert. Die Verantwortung im HNO-Fachbereich übernahm Prof. Dr. Jochen Windfuhr, Chefarzt der HNO-Klinik Maria-Hilf in Mönchengladbach.

Prof. Petzel beim OP-Einsatz in Karabolo
Prof. Petzel beim OP-Einsatz in Karabolo

Spendenkonto

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Dr. med. Martin Kamp (Projektleitung)
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